Die Zeit rennt!-und ich hinterher. Das Gefühl, Momente so leben zu können, dass man sie genießen kann ist weg. Liegt das am erwachsen werden?-wenn ja, bleib ich lieber Kind. Ich will Quatsch machen können, ohne den Satz "Verhalt dich bitte deinem Alter entprechend" zuhören. Ich will rausrennen und keine Ahnung haben wohin. Möchte auf Bäume klettern, ohne von Leuten blöd angeguckt zu werden. Ich möchte in den Tag rein leben- keinerlei Gedanken oder Bedenken an den nächsten Tag. Es ist als halte man an einem kleinem Zweig fest, wird aber weggezogen. Keine Chance zu entkommen, nur diesen kleinen Zweig, als Hoffnung. In der Grundschule, hat mir mal meine Lehrerin gesagt:" Die Zeit rennt!" ich hab nie verstanden, was sie damit sagen wollte, ich dachte Zeit ist das Ticken der Uhr & das dieses Ticken immer da wäre. Unendlich und jeder hat so viel er will. Nach Heute kommt morgen und nach morgen übermorgen! Immer so weiter. Ich hab nicht verstanden, dass ein Mensch nur begrenzt Zeit hat und wieso alle immer so in Eile waren.
Irgendwann verstand' ich und es ist als zerstört man eine Glaskugel. Plötzlich versteht man wieso alle hetzen und nie Zeit für schöne Dinge hatten. Wieso Straßenmusiker die schönsten Lieder spielen konnten & nur die wenigsten stehen blieben um zu hören. Ich kappierte langsam den Spruch:" Zeit ist Geld", aber ich wünschte man hätte mich in dem Glauben gelassen, auf jeden Tag folgt für einen Menschen der nächste Tag & einer wird schöner als der andere.

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